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Hijacked 2
Australian and German Photography
Curated by Mark McPherson (Aus) and Ute Noll (Ger)
Australian Artists:
Narelle Autio, James Brickwood, Michael Corridore, Andrew Cowen, Tamara Dean, Jackson Eaton, Suzie Fox, Lee Grant, Derek Henderson, Rebecca Ann Hobbs, Ingvar Kenne, Bronek Kózka, Georgia Metaxas, Conor O’Brien, Polixeni Papapetrou and Louis Porter.
German Artists:
Johanna Ahlert, Natalie Bothur, Jörg Brüggemann, Thekla Ehling, Albrecht Fuchs, Karsten Kronas, Anne Lass, Jens Liebchen, Myriam Lutz, Julian Röder, Josef Schulz, Oliver Sieber, Ivonne Thein, Olaf Unverzart, Jan Von Holleben and Sascha Weidner.
Exhibition open to the public:
Gallery 1 + 2 11 June – 17 July 2010
Gallery 3 + 4 11 June – 4 July 2010
australian centre for photography 257 Oxford Street, Paddington NSW 2021 02 9332 1455 | info@acp.org.au | www.acp.org.au
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Jetzt – Die erzählte Zeit
Darmstädter Tage der Fotografie 2010
Die Darmstädter Tage der Fotografie sind 2004 aus einer Initiative von Fotografen entstanden. Inzwischen zählt das internationale Festival zu den wichtigsten deutschen Fotoereignissen. Es setzt relevante Themen und fördert den interdisziplinären Diskurs in der Fotografie.
Ein ganzes Wochenende beleuchten zahlreiche Aktionen ein Schwerpunktthema aus unterschiedlichen Perspektiven: Fotoausstellungen, Fachsymposium und Diskussionen geben der Auseinandersetzung über Fotografie eine einzigartige Dichte.
Neben bereits etablierten Fotografen in der Hauptausstellung bekommen auch Nachwuchskünstler, die noch nicht in internationalen Galerien vertreten sind, eine Chance, ihre Exponate zu zeigen. Die meist noch jungen Fotografen zeigen ihre ausgewählten Arbeiten innerhalb des Rahmenprogramms. Die Arbeiten sind von hoher künstlerischer Qualität. Die Begegnung der Etablierten mit dem künstlerischen Nachwuchs wird dadurch besonders gefördert. Zum Festival erscheint ein umfangreicher Katalog und im Nachgang eine Dokumentation des Symposiums.
Rahmenprogramm
Neben der kuratierten Hauptausstellung im Designhaus zeigt das Festival etwa 35 Fotografen aus dem Wettbewerb im Rahmenprogramm in Galerien, Museen und OFF-Places. Das komplette Festivalprogramm stellen die vier Initiatoren der Darmstädter Tage der Fotografie mit Ute Noll (on-photography.com) und Prof. Dr. Kris Scholz (h_da Darmstadt) zusammen.
Jahresthema 2010: Jetzt – Die erzählte Zeit
Zeit als zentraler Begriff in der Fotografie beinhaltet sowohl den technischen Aspekt in der Bilderzeugung als auch die inhaltliche Übertragung von Zeit in ein Bild. Durch Beobachtung und Interpretation wird das Zeitgeschehen erfasst. Als authentischer, erzählter oder inszenierter Moment oder als zeitlose, verdichtete oder epische Erzählung. Der Zeitbegriff erstreckt sich über alle fotografischen Genres hinweg. Reflexion über den Begriff der Zeit bietet viele Ansatzpunkte: Zeit ist ewig, vorbei, latent, eine Momentaufnahme, ein Projekt, der Schnappschuss, eine Sequenz, Zeit ist biografisch, Prosa, Mode, Zwischenzeit – jetzt ist irgendwie immer.
Merck-Preis
Zum 3. Mal wird unter den Ausstellern des Rahmenprogrammes der Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie verliehen.
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sign out
Einzelausstellung Josef Schulz sign out in der Galerie Heinz-Martin Weigand
Josef Schulz sign out
Vernissage: Freitag, den 29. Januar 2010, ab 19 Uhr
Ausstellung vom 30. Januar bis 27. März 2010
Galerie Heinz-Martin Weigand
Mühlenstr. 31
76275 Ettlingen/Karlsruhe
+49.7243.536262
Die Galerie Weigand zeigt als Jahresauftakt 2010 neue Fotografien von Josef Schulz. Man kann sie als Erweiterung der Werkserie Sachliches betrachten, folgt man der Faszination des Künstlers für industriell geprägte Gebiete und Vorstädte.
Sign out lautet der Titel und beschreibt die Serie treffend, denn Schulz widmet sein Interesse diesmal der variantenreichen Fülle von Werbeschildern - wie sie an besagten Orten vorkommen - fotografiert auf Reisen durch die USA. Diese markanten Leuchtkörper bilden in Natura eine zweite Ebene oberhalb der angesiedelten Architektur und verweisen auf deren jeweilige Spezifikation. Sie sind Träger von Textbotschaften und dienen einzig dem Hinweis und der Verführung.
Genau hier greift Schulz ein, befreit die Schilder mittels digitaler Manipulation von ihrer "Bezeichnung", somit von der Funktion; er kappt die Kommunikation, sign out. Das ursprüngliche Gebilde aus "form and function" ist nun reduziert auf die reine Form, wandelt sich somit zum skulpturalen künstlerischen Objekt.
Diesen Eindruck bestärkt Josef Schulz durch die minutiöse Bearbeitung am Computer mit dem Fokus auf die Hervorhebung von Form, Farben und Glanz, bzw. Mattigkeit. Es entstehen autonome räumliche Körper, an denen keinerlei Kratzer, Defekte, oder andere Spuren sichtbar sind, scheinbar zeitlos, künstlich.
Die Autonomie des Objekts resultiert auch durch die gewählte Perspektive seiner Aufnahmen. Unverortet, ohne jeglichen Hinweis auf umliegende Gebäude oder eine spezifische Vegetation, lässt allein der jeweilig abgebildete Himmel die Spekulation auf unterschiedliche Standorte zu. Diese Himmelsfarben bilden in ihrer pastellenen Farbverläufen einen Kontrast zu den knallig abgesetzten Farbfeldern der Schilder und deren geometrischen Ausführung. Die verschiedenen Kombinationen wecken unterschiedliche Stimmungen; der graue Himmel zu weißem Schild hat eine andere Wirkung als das gelbe Schild vor strahlend blauem Himmel. Ein Kondensstreifen suggeriert Tiefe und Weite im Bild, man kann eine Größendimension erahnen, was in den anderen Fotografien offen bleibt. Dort schwankt der Blickpunkt zwischen Modell und Realität.
Neben ihren starken ästhetischen Reizen haben diese neuen Fotografien auch einen absurden Moment. In ihrer Funktionslosigkeit wirken sie fast comicartig; als leere Sprech- oder Denkblasen hinterfragen sie ihre Umgebung, erzählen von der Austauschbarkeit von Wünschen und reflektieren die Mechanismen des eigenen Begehrens.
Josef Schulz, geboren 1966, studierte bei Bernd Becher und Thomas Ruff Fotografie. 2001 wurde er als Europäischer Architekturfotograf des Jahres ausgezeichnet, 2007 erhielt er das Stipendium der ZF-Kulturstiftung, Friedrichshafen. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
